Projekt: „Buchenwald war überall – die Errichtung eines Netzwerkes der Außenlager“

2008 starteten wir das Projekt: „Buchenwald war überall – die Errichtung eines Netzwerkes der Außenlager“.

Anliegen

Das Konzentrationslager Buchenwald wird in der öffentlichen Wahrnehmung zu oft auf den historischen Ort auf dem Ettersberg bei Weimar reduziert.

Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit vielen ehrenamtlichen und kommunalen Unterstützern die 136 bekannten Standorte der Außenlager und Außenkommandos aus heutiger Sicht im Internet abzubilden und eine Initiative zu entwickeln, die diesem Engagement der Erhaltung des Gedenkens an diesen Orten eine gemeinsame Plattform schafft.

2009, 2010 und im März 2012 veranstalteten wir die ersten drei Tagungen und konnten jeweils 40 Teilnehmer aus unterschiedlichen Orten dazu begrüßen.


Historischer Hintergrund

Buchenwald bildete ein System von Außenlagern, in denen Arbeitskräfte aus allen von Deutschland besetzten Ländern in der Rüstungsindustrie ausgebeutet wurden, darunter seit Herbst 1944 auch Frauen.

Die Struktur dieses Außenlagergeflechtes war sehr differenziert und entspann sich als ein Schattenbild des Kriegsgeschehens.

Insbesondere ab 1942 war es erklärtes Ziel, das Äußerste an Arbeitskraft aus den Häftlingen herauszupressen. Sie wurden an Betriebe „vermietet“. Große Industrieunternehmen und kleine Zulieferer benutzten Arbeitskräfte aus Konzentrationslagern für ihre Produktion.

Das Konzentrationslager Buchenwald verwaltete im Februar 1945  87Außenlager mit ca. 110.000 Häftlingen (davon ca. 27.000 Frauen).

Mehr Informationen über die einzelnen Lager finden Sie im Internet unter: http://aussenlager.buchenwald.de/.

Die Zeugenschaft jedes einzelnen Außenlagerortes löst das verzeichnete Bild von den stets anderswo stattgefundenen Verbrechen und Grausamkeiten auf.

Buchenwald ist ein Ort, aber die Schicksale der Buchenwaldhäftlinge sind überall dort, wo diese Menschen waren.