Buch des Monats Januar

Joachim Bauer
Schmerzgrenze

Schmerz erzeugt Aggression. Doch die „Schmerzgrenze“ des Gehirns verläuft anders, als wir bisher dachten.

Brutale Gewalt in aller Öffentlichkeit, Amokläufe an Schulen, tödliche ethnische Konflikte und Kriege um knapper werdende Ressourcen: Das Phänomen der Aggression wird immer bedrängender und macht uns Angst.

Joachim Bauers neues Buch „Schmerzgrenze” zeigt: Nur Fairness, Kooperation und ein neues Verständnis der Mechanismen der Gewalt können einen Weg aus der Aggressionsspirale weisen.

ISBN 978-3-89667-437-1
18,95Euro
Blessing

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Buch des Monats Dezember

Sabine Leibholz-Bonhoeffer
Weihnachten im Hause Bonhoeffer

»Ihr habt uns durch Jahrzehnte hindurch so unvergleichlich schöne Weihnachten beschert, dass die dankbare Erinnerung daran stark genug ist, um auch ein dunkleres Weihnachten zu überstrahlen.«

Dies schrieb Dietrich Bonhoeffer während der Adventszeit 1943 aus dem Gefängnis Tegel.

Seine Zwillingsschwester Sabine Leibholz-Bonhoeffer schildert in ihren bewegenden Erinnerungen die feierlichen, heiteren und harmonischen Weihnachtsfeiern in ihrem Elternhaus. Ein lebendiges, authentisches und sehr persönliches Bild einer bekannten deutschen Familie.

Die Lebensgeschichte Dietrich Bonhoeffers ist mit dem KZ Buchenwald  unmittelbar verbunden: in einem Arrestkeller im Kasernengelände am Steinbruch  wurden Dietrich Bonhoeffer und Angehörige der Verschwörung gegen Hitler (20. Juli 1944) von Anfang 1945 bis zu ihrer Ermordung in Flossenbürg gefangen gehalten.

Am 11. April 1945, kurz nach der Hinrichtung Dietrich Bonhoeffers in Flossenbürg, wurde das KZ Buchenwald von amerikanischen Truppen befreit.


ISBN: 978-3-579-07118-3 
9,95 Euro 
Gütersloher Verlagsanstalt       

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Buch des Monats November

Peter Longerich
"Davon haben wir nichts gewusst!" Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945.

Was wussten die Deutschen vom Holocaust? Wie wurde die nationalsozialistische »Judenpolitik« in der Propaganda des Regimes dargestellt? Wie haben die Menschen auf Informationen und Gerüchte über den systematischen Mord an den Juden Europas reagiert? Diese Fragen gehören zu den zentralen, bisher ungelösten Problemen der Holocaust-Forschung. Auf der Grundlage neuer, bisher nicht ausgewerteter Quellen gibt Peter Longerich überzeugende Antworten.


ISBN: 978-3-570-55041-0   
14,99Euro
Pantheon Verlag

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Buch des Monats Oktober

Elie Wiesel
„Die Nacht zu begraben ,Elischa“

"Verlangen Sie nicht, dass ich spreche. Versuchen Sie nicht zu wissen. Weder wer ich bin, noch wer Sie sind. Ich bin ein Erzähler. Meine Legenden lassen sich nur in der Abenddämmerung erzählen. Wer sie hört, stellt sein Leben in Frage."
Das ist der Dichter Elie Wiesel. Sein erschütterndes Buch ist eines der wichtigsten Bücher eines Überlebenden. Der erste Teil dieser Trilogie, "Nacht", zählt zu den eindrücklichsten literarischen Dokumentationen des Holocaust.

Die Bücher Elie Wiesels, vor allem die vorliegende, weitgehend autobiografische Trilogie, sind der Versuch, mit einem unmenschlichen Schicksal existenziell und gedanklich fertig zu werden und eine Lebensmöglichkeit jenseits von Terror und Gewalt zu finden.
Fünfzehnjährig wird Elischa mit seiner Familie und Freunden nach Auschwitz und Buchenwald gebracht. Er allein überlebt diese schreckliche Zeit. Nach Kriegsende steht er auf der anderen Seite: in Palästina, als Mitglied einer jüdischen Terrorgruppe.
Der dritte Teil spielt in New York. Elischa versucht dort zum Leben zurückzufinden, doch auch die Kraft der Liebe einer Frau vermag nicht zu siegen. Die Vergangenheit und die Erinnerung daran sind stärker und verdrängen immer wieder die Gegenwart.
Der Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel begreift sein Schreiben als Herausforderung an die Menschheit und auch als Bewältigung des Unfassbaren.

ISBN 3-7844-3024-4          
9,99Euro
Verlag  Langen Müller

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Buch des Monats September

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Roland Hirte, Hannah Röttele, Fritz von Klinggräff:

Von Buchenwald(,) nach Europa. Gespräche über Europa mit ehemaligen Buchenwald-Häftlingen in Frankreich

Im Konzentrationslager Buchenwald waren Menschen aus fast allen europäischen Nationen inhaftiert. Um das eigene Überleben im Lager sichern zu können, mussten neue soziale Praktiken erlernt werden, die über die jeweils unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen und Prägungen vor der Haftzeit hinausgingen. In dieser Zwangsgemeinschaft war nationenübergreifende Solidarität eher selten. Dennoch hatten viele Inhaftierte Ideen davon, was Europa ist und wie es mal aussehen könnte. Solche Ideen wurden ins Lager mitgebracht, entstanden dort und wurden heftig debattiert. Für andere wiederum bekam Europa erst nach dem Lager eine Relevanz, als ein aus der Angst resultierendes Konstrukt, dass sich die Geschichte so oder ähnlich wiederholen könne.

Welche Erfahrungen, Vorstellungen, Hoffnungen oder Sehnsüchte haben oder hatten die Menschen von Europa, die in Buchenwald – sei es für Tage, sei es für Jahre – inhaftiert waren? Inwiefern verändern sie sich über die Zeit, werden aufgrund anderer Erfahrungen brüchig und desillusioniert oder visionär und mythisch? Interessante und zum Teil verblüffende Antworten darauf wurden in Frankreich gefunden, geht doch ein Weg von Buchenwald nach Europa über Frankreich. Die Franzosen waren nicht nur zahlenmäßig eine bedeutende Gruppe in Buchenwald, sie spielten auch im lagerinternen Widerstand eine gewichtige Rolle. Noch heute gibt es in Frankreich einen gut organisierten Verband ehemaliger Häftlinge: engagierte Menschen, die Auskunft geben.

„Die Europäer müssen die Vergangenheit mit einbeziehen, d.h. sie analysieren, sie besser verstehen, um sie besser zu bewältigen. Diese Bemühungen betreffen besonders die Deutschen und die Franzosen. Ich bin in den Lagern ein Europäer geworden." (Pierre Sudreau)

 

ISBN 978-3-941830-14-1
28,00 Euro
Weimarer Verlagsgesellschaft Ltd.

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Buch des Monats August

Hans Keilson

Da steht mein Haus
Erinnerungen

»Mit der Veränderung der Persönlichkeit ändert sich auch die Qualität der Erinnerung. «

Diesen Satz zitiert Hans Keilson gleich zu Beginn seiner rückblickenden Erzählung. Es sind Spiegelungen und Splitter, leise und zweifelnde Betrachtungen, die in diesen ebenso bewegenden wie heiteren Erinnerungen aufscheinen.
Die Jugend in Brandenburg, das Studium und das rauschende Leben in Berlin, das Exil in Holland – das sind die äußeren Stationen dieses Lebens. Wirtschaftskrise, Antisemitismus, Krieg, aber auch Freundschaft, Musik und Hoffnung bilden den Rahmen dazu.
Entstanden in den neunziger Jahren, findet Hans Keilson in diesem Buch einen literarischen Ton, der seinem grandiosen und weltweit übersetzten Werk eine weitere Facette hinzufügt.
An Stelle eines Nachworts findet sich am Schluss des Bandes ein ausführliches Gespräch über »hundert Jahre« Lebens- und Schaffenszeit.

Hans Keilson wurde 1909 in Bad Freienwalde geboren. Sein Roman ›Das Leben geht weiter‹ erschien 1933 als letztes Debüt eines jüdischen Autors im S. Fischer Verlag. Hans Keilson verließ 1936 Deutschland und emigrierte in die Niederlande, wo er noch heute lebt.

Wie kaum ein anderer Autor hat der Schriftsteller und Psychiater Hans Keilson die seelischen, politischen und kulturellen Folgen der NS-Zeit analysiert und sprachlich vergegenwärtigt; ein literarisches Engagement, das bis heute anhält.

Fischer Verlag
ISBN: 978-3-10-048519-9
16,95 Euro

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Buch des Monats Juli

Stephane Hessel: Engagiert Euch!

Stepan Hessel: Engagiert Euch!

Der Widerstandskämpfer und Erfolgsautor Stéphane Hessel meldet sich erneut zu Wort: Nach Empört Euch! folgt sein Aufruf zum aktiven Einsatz für eine bessere Welt.

Stéphane Hessels Streitschrift Empört Euch! hält die Welt in Atem. Die Verletzung der Menschenrechte und die Zerstörung der Umwelt gehen uns alle an. Wie aber kann sich jeder Einzelne ganz konkret für eine bessere Gesellschaft stark machen?
Im Gespräch mit dem jungen Journalisten Gilles Vanderpooten vertieft der ehemalige Diplomat seine Vorstellung von einem engagierten Leben. Eine komplexer gewordene Welt, so Hessel, erfordert komplexe Strategien. Widerstand darf aber nicht nur im Kopf passieren. Wir müssen handeln, und zwar mit den Mitteln der Demokratie. Dazu gehören die Beteiligung an Protesten, internationale Zusammenarbeit sowie persönliches Engagement im Kleinen. Aber vor allem brauchen wir eines: den Glauben daran, dass unser bürgerliches Engagement die Welt verändern kann.

ullstein
ISBN-13: 9783550088858
3,99 Euro zzgl. Versandkosten / Post

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